In der Web 2.0 Szene ist Thomas Knüwer bestens bekannt durch sein Weblog Indiskretion Ehrensache. In dem folgenden Interview beschreibt er das Auf und Ab der vergangenen Internetjahre.
Er spricht über Gutes und Schlechtes, über Ansätze, denen er Glauben und Vertrauen schenkt und solchen, denen er dies nicht zutraut. Auch spricht er über seine Blogger-Arbeit und wie er Themen dafür findet.
Dominik Grollmann ist schon lange im Internetgeschäft dabei. Dementsprechend gut kennt er die Szene, die Trends und die Ideen, die in den Köpfen der Leute herumschwirren.
Der Chefredakteur der Internet World Business spricht im Interview über Zukunftsszenarien für den Printtitel und die Szene an sich, warum jetzt die beste Zeit für eine Gründung ist und warum er den Aufschwung für keine Blase hält.
Kay Städele, Redakteur bei “Werben und Verkaufen”, diskutiert in einem kurzen Interview über den neu aufkommenden Internetboom, die Frage, ob es sich wieder um eine Blase handelt, und wie man ihn als PR Kontakt nutzen kann.
Christian Rickens hat als Redakteur des manager magazins das Platzen der Internetblase und den Abstieg einer ganzen Branche journalistisch begleitet. Jetzt, wo viele alte Ideen wieder aufgenommen werden und die ersten Modelle auch in Deutschland Erfolg haben berichtet er wieder häufiger über das Thema.
Er unterhält sich über gute und schlechte PR, worauf das manager magazin bei seiner Berichterstattung einen Fokus legt und warum Trends in den USA soviele Nachahmer in Deutschland finden.
“Man wird dieser Informationsüberflutung überhaupt nicht Herr”, sagt Mercedes Bunz und meint damit nicht die unendlichen Weiten des Webs, sondern die Eindrücke während eines Waldspaziergangs.
Mercedes Bunz ist Mitgründerin der Monatszeitschrift De:Bug, promovierte über die Geschichte des Internet, prägte den Begriff “Urbane Penner” und ist seit Neuestem Chefredakteurin von Tagesspiegel.de. Im Gespräch geht es außerdem um die Wichtigkeit von Marken in der neuen Medienwelt, die deutsche Angst vor dem Wandel und die Wichtigkeit sozialer Sicherungssysteme.
Im zweiten Teil des Interviews wirft Lawrence Lessig einen Blick auf die Zukunft der Medien am Beispiel der guten alten Flimmerkiste: “Der Charakter des Fernsehens wird sich radikal ändern.” Eine Entwicklung, die nicht alle Zeitgenossen begrüßen: “Viele machen sich Sorgen, dass gemeinsame Bezugspunkte unserer Kultur verschwinden werden.”
Außerdem gibt es noch einen kleinen Exkurs in Richtung Wahlkampf, sowie einen Tipp für junge Autoren, wie diese ihre Verkäufe steigern können: Bücher verschenken!
Datenschutz ist in Deutschland ein Nischenthema für Nerds. Das Gros der Bevölkerung interessiert sich nicht die Bohne dafür, wer persönliche Daten sammelt und was mit ihnen geschieht. Im zweiten Teil unseres Gesprächs vergleicht Peter Glaser dieses Nicht-wissen-wollen mit der Ignoranz gegenüber der atomaren Bedrohung zu Zeiten des Kalten Krieges. Außerdem geht es um Datenkäfige, Glasperlen und Informationskubismus.
Im Internet zu publizieren fördere “die Demut gegenüber dem Leser”, beschreibt Bildblog-Mitgründer Christoph Schultheis seine Erfahrungen mit der Internet-Publizistik. Dieser direkte Dialog mit dem Nutzer sei den meisten klassischen Journalisten fremd.
Seit fast drei Jahren notieren die beiden Medienjournalisten Stefan Niggemeier und Christoph Schultheis die Verdrehungen, Übertreibungen und Unwahrheiten, die Deutschlands größte Boulavardzeitungen täglich über ihre Seiten streut. Bisher ist den beiden - trotz bisweilen unsicherer Finanzlage - die Lust an dem Projekt noch nicht vergegangen, sagt Niggemeier, “und auch die Wut nicht”.
Seit rund 25 Jahren begleitet der Schriftsteller und Kolumnist Peter Glaser auf einzigartige Weise das Werden der Digitalen Welt. Wie kein anderer greift er in seinen Texten Technologien und digitale Systeme hinterhältig über eine bislang gleichsam unentdeckte, wie offene Flanke an: über die Poesie.
Glaser ist Mitgründer des Chaos Computer Clubs und erhielt 2002 für seine Erzählung “Geschichte vom Nichts” den renommierten Ingeborg-Bachmann-Preis. Im ersten Teil des Interviews erklärt uns Peter Glaser, was die Gruppe Kraftwerk, eine pupsende Katze und Magier, die sich spitze Hüte aufsetzen, miteinander gemeinsam haben.
“Meine Leser wissen immmer mehr als ich”, sagt Journalist und Autor Dan Gillmor. Konsequenterweise veröffentlichte er sein Buch “We the Media” zunächst etappenweise in seinem Blog und nutzte so seine Leserschaft als Lektorat. Gillmors Kernthese lautet: In einer Welt, in der jeder, der will, publizieren kann, muss sich Journalismus vom Vortragsmodell lösen und zu einem Gespräch werden.
Medienmacher müssen auf die Stimme ihres vormals stummen Publikums hören und sie in den journalistischen Prozess integrieren. “Es wird ein andauernder und langwieriger Lernprozess”, prophezeit Gillmor im Interview.