Christian Rickens hat als Redakteur des manager magazins das Platzen der Internetblase und den Abstieg einer ganzen Branche journalistisch begleitet. Jetzt, wo viele alte Ideen wieder aufgenommen werden und die ersten Modelle auch in Deutschland Erfolg haben berichtet er wieder häufiger über das Thema.
Er unterhält sich über gute und schlechte PR, worauf das manager magazin bei seiner Berichterstattung einen Fokus legt und warum Trends in den USA soviele Nachahmer in Deutschland finden.
Intershop war das erste große und erfolgreiche deutsche Onlineprojekt. Doch nach dem steilen Aufstieg kam der noch steilere Fall. Für die Firma selbst, genauso wie an der Börse. Karsten Schneider, der Intershop gründete, hat das alles hautnah miterlebt.
Er berichtet Lukasz Gadowski von seinen Erfahrungen mit Intershop, seiner zweiten Gründung Snapfish, die nach dem Aufbau von HP gekauft wurde und warum der Bauch im Zweifel eine besserer Berater ist als ein Consultant. Außerdem geht es um Weltreisen, smart money und welche Gründungsideen aus dem Boomzeit vor 2000 auch heute noch erfolgsversprechend sind.
Wie eine digitale Krankenakte funktioniert das Gesundheitsportal imedo.de. Hier tauschen sich Nutzer über tägliche Wehwehchen und ernsthafte Gebrechen aus, diskutieren über Hausmittelchen und neuste Arzneimittel.
Lukasz Gadowski besuchte die beiden Gründer Christian Angele und Christian Lautner und sprach mit ihnen über Sprachschulen in Chinas, Streitigkeiten am Arbeitsplatz und wie man überhaupt darauf kommt sich für die Krankheiten anderer zu interessieren.
Virtuelle soziale Netzwerke vermehren sich derzeit wie Grippeviren in der U-Bahn. Ob für Strickbegeisterte oder Freunde des Haarnasenwombats (nicht zu verwechseln mit dem Nacktnasenwombat): Kaum eine Woche vergeht, in der nicht ein neues Netzwerk aus dem Netz sprießt.
Blöd eigentlich, dass die Netzwerkerei nur so lange wirklich funktioniert, wie der Netzwerkfreund sich vor seinem PC aufhält. Das fanden auch sechs Berliner Studenten und konstruierten flugs aka-aki, das soziale Netzwerk fürs Handtelefon. Um eine Einlieferung in die Kalauerhölle zu riskieren: Gruscheln to Go!
Communities gelten als das neue große Zwopunktnull-Dings. Der Aufbau einer funktionierenden und stabilen Gemeinschaft im Netz ist allerdings eine Kunst für sich, an der schon viele Unternehmen gescheitert sind. Jimmy Wales, Gründer der freien Online-Enzyklopädie Wikipedia, erklärt, worauf es seiner Meinung nach beim Community-Design ankommt und was die Einrichtung eines Steak-Hauses damit zu tun hat.
Außerdem spricht Jimmy Wales über die Möglichkeit von Werbung in der Wikipedia, verrät ein wenig über das in Planung befindliche Suchmaschinenprojekt und erklärt, warum er den Begriff ”Crowdsourcing“ nicht leiden kann.
Die Übernahme von StudiVZ durch Holtzbrinck Ventures für 100 Millionen Euro machte Schlagzeilen in Deutschland. Live dabei, weil schon vorher bei StudiVZ, dem ersten wirklichen deutschen Social Network, involviert und inzwischen als Investmentmanager bei Holtzbrinck Ventures angestellt war David Kutschek.
Ihn interviewt Spreadshirt Gründer Lukasz Gadowski über seine Erfahrungen und Eindrücke nach einem Jahr Tätigkeit bei Holtzbrinck Ventures. Außerdem spricht er darüber was einen guten Gründer ausmacht und wie sich gute Gründungskonzepte von schlechten unterscheiden.
“Man wird dieser Informationsüberflutung überhaupt nicht Herr”, sagt Mercedes Bunz und meint damit nicht die unendlichen Weiten des Webs, sondern die Eindrücke während eines Waldspaziergangs.
Mercedes Bunz ist Mitgründerin der Monatszeitschrift De:Bug, promovierte über die Geschichte des Internet, prägte den Begriff “Urbane Penner” und ist seit Neuestem Chefredakteurin von Tagesspiegel.de. Im Gespräch geht es außerdem um die Wichtigkeit von Marken in der neuen Medienwelt, die deutsche Angst vor dem Wandel und die Wichtigkeit sozialer Sicherungssysteme.
Es wäre in der Tat praktisch, wenn irgend eine pfiffige Entwicklung die andauernden Registrier- und Anmeldeorgien bei all den neuen und bunten Web-Diensten überflüssig machen könnte. Derzeit sind einige Systeme in Entwicklung oder bereits im Einsatz, die ein Ende der Username-Passwort-Hantiererei versprechen.
Der Politologe Ralf Bendrath mahnt zur Vorsicht: In diesen Identitäts-Silos sammeln sich Datenmengen an, die genaueste Rückschlüsse über unser aller Web-Aktivitäten erlauben.
Internetfähige Mobiltelefone sind eine Sache, das Eintippen einer ellenlangen URL eine andere. In Japan hat man aus diesem Grund bereits vor einigen Jahren die Real-World-Variante des Hyperlinks eingeführt: den QR-Code, was für “Quick Response” steht. Seitdem finden sich dort in Zeitungen, Katalogen und auf Plakatwänden die kleinen schwarz-weißen Quadrate, die manigfaltige Informationen an Handys übermitteln können.
Die schweizerische Kaywa AG gehört zu den wenigen europäischen Unternehmen, die versuchen, diesen Trend auch in unsere Alltagswelt zu implementieren. Kaywa-Geschäftsführer Roger Fischer erläutert im Gespräch die Möglichkeiten der 2D-Barcode-Technologie und erklärt, warum er fest davon überzeugt ist, dass das mobile Internet fast zehn Jahre nach seiner Ausrufungnun endlich Wirklichkeit wird.
Geht es um das Internet und seine Zukunft, schwenkt unser Blick reflexartig in Richtung USA. Dabei tut sich derzeit in der Gegenrichtung Gewaltiges. Rund 130 Millionen Chinesen sind bereits online und einige Auguren wollen wissen, dass Mandarin schon bald Englisch als dominierende Web-Sprache ablösen wird.
Oliver Ueberholz, Web-Entwickler und Experte für das chinesische Internet, erklärt, warum ein anderswo äußerst erfolgreiches Online-Rollenspiel in China keine Chance hatte, warum sich Google und Co. dort so schwer tun und warum “Kopist” in China kein Schimpfwort ist.